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Modernes Fräsen – hochkomplexes Verfahren

Fräsen und Drehen gehören heute zu den meist verbreiteten Zerspantechniken. Modernes Fräsen bedeutet hohe Präzision, schnelle Geschwindigkeiten und überzeugende Wirtschaftlichkeit mit hochkomplexe CNC-Anlagen und innovativem Werkzeug.

Fräsen als Trennverfahren

Ganz allgemein ist Fräsen als ein Zerspanverfahren (Trennverfahren) zu beschreiben, bei dem ein rotierendes Werkzeug, das über spezielle Schneidegeometrie verfügt, von dem zu bearbeitenden Werkstück schichtweise Material abträgt. Das Material wird in Form von Spänen abgetragen. Das Werkzeug ähnelt sich einem Spiralbohrer. I.d.R. wird beim Fräsen die Schnittstelle kontinuierlich durch die Zugabe vom speziellen Kühlschmierstoff gekühlt, um Hitze-Deformationen beim Werkstück, sowie beim Werkzeug zu vermeiden. Grundsätzlich sind zwei Varianten des Fräsens bekannt. Einerseits kann ein Werkstück auf einem beweglichen Arbeitstisch befestigt und an das rotierende Werkzeug herangeführt werden. Andererseits kann das Werkzeug auf einer beweglichen flexiblen Anlage angebracht werden, wobei das Frästeil auf dem Arbeitstisch fixiert wird. In der Realität sind Kombinationen aus beiden Modellen öfters anzutreffen.

Die Frästechnik heute – CNC-Technik und ultra-stabiles Werkzeug

Fräsarbeiten werden heute kaum mehr mit Handwerkzeug ausgeführt. Moderne CNC-Anlagen gehören in den meisten Betrieben zum Standard. Computergesteuertes Werkzeug kann weitgehend ohne Einmischung des Maschinenbedieners das Fräsen von komplexen Werkstücken übernehmen. Dabei sind auch 3D-Geometrien längst kein Problem mehr. Die Bearbeitung auf bis zu acht Achsen ist heute möglich, dabei werden Anforderungen an die Genauigkeit von bis zu ± 0,1 mm nicht selten. Auch das Fräswerkzeug wurde in den letzten Jahren mehrfach modifiziert und perfektioniert. Zum einen wird das Werkzeug aus Hartmetall hergestellt und zusätzlich mit einer hitzebeständigen Beschichtung ausgestattet. Auch Werkzeug, das mit Diamanten bestückt ist, wird von vielen Anwendern eingesetzt. Moderne Schneidgeometrien dienen nicht nur der Maximierung der Bearbeitungsqualität, sondern u.a. auch der Reduzierung vom Lärmpegel in der Werkstatt bzw. Betrieb.

Wirtschaftlichkeit als wichtiges Gebot

Nicht zuletzt gewinnt modernes Fräsen durch seine hohe Wirtschaftlichkeit. Dazu zählen neben der Qualität auch die hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit, lange Standzeiten des Werkzeugs und möglichst kurze Umrüstzeiten. Als eines der besonders effizienten Verfahren gilt heute das High Speed Cutting, bei dem extra hohe Umdrehungszahlen und dementsprechend hohe Vorschubgeschwindigkeit erreicht und somit die Stückkosten reduziert werden können.

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