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Lohnfräsen von einfachen und komplexen Kunststoffteilen
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für gewerbliche Anfragesteller
Kunststoffe online fräsen lassen
CNC-Maschinen und Fräswerkzeuge
Frästeile aus Standardkunststoffen
Frästeile aus Hochleistungskunststoff
Fräsen von Kunststoff - Schnittdaten
Merkmale von Kunststofffrästeilen
Von der Anfrage bis zum fertigen Kunststofffrästeil
Der Fertigungsprozess beginnt mit der Übermittlung einer technischen Zeichnung oder einer CAD-Datei im STEP-, DXF- oder DWG-Format. Ergänzend werden Angaben zum gewünschten Kunststoff, zur Stückzahl, zu Toleranzen, Oberflächenanforderungen und Liefertermin übermittelt. Auf dieser Grundlage prüfen die Fertigungsbetriebe die technische Umsetzbarkeit und wählen den geeigneten Werkstoff sowie das wirtschaftlichste Bearbeitungsverfahren aus. Nach der Angebotserstellung und Auftragserteilung wird das CNC-Programm erstellt und die passende Kunststoffsorte vorbereitet. Anschließend erfolgt die präzise Bearbeitung auf modernen CNC-Fräsmaschinen. Während der Fertigung werden Maße und Oberflächen kontinuierlich kontrolliert. Nach dem Entgraten und der abschließenden Qualitätsprüfung werden die Kunststofffrästeile verpackt und termingerecht an den Auftraggeber ausgeliefert.
Besonderheiten beim Fräsen von Kunststoffen
Kunststoffe besitzen völlig andere physikalische Eigenschaften als Metalle. Besonders die geringe Wärmeleitfähigkeit spielt bei der Bearbeitung eine wichtige Rolle. Die entstehende Wärme wird nicht so schnell über das Werkstück abgeführt, sondern bleibt stärker im Bereich der Schneide konzentriert. Dadurch kann es bei ungeeigneten Einstellungen zu geschmolzenen Kanten, Gratbildung oder einer veränderten Maßhaltigkeit kommen. Gleichzeitig verfügen die meisten Kunststoffe über eine gewisse Elastizität. Während Metall unter der Kraft des Werkzeugs kaum nachgibt, kann sich ein Kunststoff leicht verformen. Besonders dünnwandige Konstruktionen oder filigrane Konturen benötigen deshalb eine durchdachte Fertigungsstrategie. Eine zu hohe Spannkraft kann bereits während der Bearbeitung zu Verformungen führen, die erst nach dem Lösen aus der Vorrichtung sichtbar werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die unterschiedliche Zusammensetzung der Werkstoffe. POM verhält sich beim Fräsen anders als PA, PEEK oder PTFE. Während einige Kunststoffe sehr maßstabil und gut zerspanbar sind, reagieren andere empfindlicher auf Temperatur oder mechanische Belastungen. Deshalb beginnt eine erfolgreiche Fertigung nicht erst an der Maschine, sondern bereits bei der Auswahl des passenden Materials.
Kunststoff mit oder ohne Kühlung fräsen
Die Frage nach der richtigen Kühlung hängt stark vom Werkstoff und der Bearbeitungsaufgabe ab. Anders als bei vielen Metallen werden Kunststoffe häufig ohne klassische Kühlschmierstoffe cnc-gefräst. Besonders bei gut zerspanbaren Materialien wie POM oder PE reicht oft eine kontrollierte Trockenbearbeitung aus. Dabei spielt die Spanabfuhr eine zentrale Rolle. Druckluft wird häufig eingesetzt, um entstehende Späne aus dem Arbeitsbereich zu entfernen und eine erneute Erwärmung durch bereits abgetragene Späne zu verhindern. Bei anspruchsvolleren Anwendungen kann jedoch eine gezielte Kühlung sinnvoll sein. Hochleistungskunststoffe wie PEEK oder PPS reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen. Eine Minimalmengenschmierung oder angepasste Kühlstrategie kann hier helfen, die Werkzeugtemperatur zu kontrollieren und eine gleichmäßige Qualität sicherzustellen.
Die optimale Lösung entsteht nicht durch ein allgemeines Verfahren, sondern durch die Abstimmung von Material, Werkzeug, Schnittdaten und Bauteilgeometrie.
Erreichbare Genauigkeiten und Oberflächengüten
Die erreichbare Maßgenauigkeit beim CNC-Fräsen von Kunststoffen hängt unter anderem vom verwendeten Werkstoff, der Bauteilgeometrie, den Umgebungsbedingungen sowie der eingesetzten Frästechnologie ab. Werkstoffe wie POM oder PEEK ermöglichen bei optimal abgestimmten Bearbeitungsparametern sehr präzise Ergebnisse mit Toleranzen bis etwa ±0,02 mm. Bei großformatigen oder dünnwandigen Bauteilen können aufgrund der werkstoffbedingten Wärmeausdehnung größere Toleranzen erforderlich sein. Auch hinsichtlich der Oberflächenqualität lassen sich hochwertige Ergebnisse erzielen. Mit scharfen Werkzeugen und optimalen Schnittdaten sind je nach Kunststoff Oberflächengüten von etwa Ra 0,8 bis 3,2 µm erreichbar. Für Sichtteile oder funktionale Dicht- und Gleitflächen können die Fräsoberflächen bei Bedarf zusätzlich durch Polieren oder andere Nachbearbeitungsverfahren weiter optimiert werden.
Typische Einsatzbereiche von Kunststofffrästeilen
Kunststofffräsen bietet eine flexible Möglichkeit, leichte, präzise und technisch anspruchsvolle Bauteile wirtschaftlich herzustellen. Im Maschinenbau werden Kunststoffteile häufig als Führungen, Abdeckungen, Halterungen oder Verschleißkomponenten eingesetzt. In der Automatisierungstechnik kommen hochpräzise gefertigte Kunststoffbauteile beispielsweise in Greifsystemen oder Montagevorrichtungen zum Einsatz. Auch die Medizintechnik nutzt technische Kunststoffe aufgrund ihrer chemischen Beständigkeit und ihres geringen Gewichts. In der Elektrotechnik spielen wiederum die isolierenden Eigenschaften vieler Kunststoffe eine entscheidende Rolle.
Wahl des richtigen Kunststoffs beim CNC-Fräsen
Die Wahl des Kunststoffs richtet sich immer nach dem späteren Einsatz des Bauteils. Polyoxymethylen (POM) gehört zu den beliebtesten Materialien beim CNC-Fräsen. Der Werkstoff besitzt eine hohe Maßgenauigkeit, geringe Reibung und eine sehr gute Zerspanbarkeit. Deshalb wird POM häufig für Zahnräder, Führungen, Lagerbuchsen oder Präzisionsteile eingesetzt. Polyamid (PA) bietet eine hohe mechanische Belastbarkeit und gute Verschleißeigenschaften. Besonders im Maschinenbau findet dieser Kunststoff Verwendung, wenn robuste und gleichzeitig leichte Bauteile benötigt werden. Allerdings nimmt PA Feuchtigkeit auf, wodurch sich die Maßeigenschaften verändern können. Dieser Faktor muss bereits bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Hochleistungskunststoffe wie PEEK, PPS oder PEI kommen dort zum Einsatz, wo normale Kunststoffe an ihre Grenzen stoßen. Sie behalten ihre Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen und unter chemischer Belastung.
| Kunststoff | Schnittgeschwindigkeit | Genauigkeiten | Merkmale |
|---|---|---|---|
| POM (Polyoxymethylen) | 500–1.200 m/min | ±0,02 mm | Sehr gut zerspanbar, scharfe Werkzeuge verwenden und Späne zuverlässig abführen. |
| PA6 (Polyamid) | 300–800 m/min | ±0,03 mm | Feuchtigkeitsaufnahme beachten und Bauteile vor der Bearbeitung klimatisieren. |
| PE-HD (Polyethylen) | 600–1.200 m/min | ±0,05 mm | Geringe Spannkräfte einsetzen, um Verformungen zu vermeiden. |
| PP (Polypropylen) | 500–1.000 m/min | ±0,05 mm | Mit scharfen Schneiden arbeiten und Wärmeeintrag möglichst gering halten. |
| PVC-U | 300–700 m/min | ±0,03 mm | Mittlere Schnittgeschwindigkeiten wählen, um Kantenaufschmelzungen zu vermeiden. |
| PMMA (Acrylglas) | 250–600 m/min | ±0,03 mm | Mittlere Schnittgeschwindigkeiten wählen, um Kantenaufschmelzungen zu vermeiden. |
| PMMA (Acrylglas) | 250–600 m/min | ±0,03 mm | Polierte Werkzeuge verwenden, damit keine Spannungsrisse oder Ausbrüche entstehen. |
| PET (PET-P) | 400–900 m/min | ±0,03 mm | Hohe Vorschübe sorgen für saubere Schnittkanten und gute Oberflächen. |
| PTFE (Teflon) | 200–500 m/min | ±0,05 mm | Aufgrund der weichen Struktur mit geringer Spannkraft und scharfen Werkzeugen bearbeiten. |
| PEEK | 150–400 m/min | ±0,02 mm | Wärmeeintrag kontrollieren und Werkzeuge mit hoher Schneidqualität einsetzen. |
Hinweis: Kunststoffe unterscheiden sich hinsichtlich Festigkeit, Wärmeausdehnung und Zerspanungsverhalten deutlich voneinander. Deshalb werden Werkzeuggeometrie und Schnittdaten wie Vorschub und Schnittgeschwindigkeit stets an den jeweiligen Werkstoff und die Bauteilgeometrie angepasst. Eine auf das Material abgestimmte Bearbeitungsstrategie trägt entscheidend zu hoher Maßhaltigkeit, sauberen Schnittkanten und einer wirtschaftlichen Fertigung bei.
Häufige Fragen zum Fräsen von Kunststoff
Was sind die Merkmale beim Kunststofffräsen?
Typische Einsatzbereiche für Kunststofffrästeile?
Welche Kunststoffsorten sind zum CNC-Fräsen geeignet?
Wie erfolgt die Bestellung und Fertigung?
Weitere Fragen und Antworten
Was sind Kunststofffrästeile?
Kunststofffrästeile sind Produkte oder wichtige Funktionskomponenten aus Kunststoff, welche mit dem spanenden Fertigungsverfahren Fräsen exakt nach Vorgabe in Form gebracht werden.
Die Schneidgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit der der Werkzeugschneider das Material am Umfang durchläuft und wird in Metern pro Minute (m/min) angegeben. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht auf die richtige Schnittgeschwindigkeit einzelner Kunststoffsorten:
- Polyethylen (PE): 100 – 300 m/min
- Polypropylen (PP): 150 – 250 m/min
- Polyvinylchlorid (PVC): 150 – 250 m/min
- Polystyrol (PS): 100 – 200 m/min
- Polyethylenterephthalat (PET): 150 – 250 m/min
- Polyetheretherketon (PEEK): 60 – 150 m/min
- Polyamid (PA): 60 – 150 m/min
Beim Fräsen von Kunststoffen sollte aufgrund der Wärmebildung beim Fräsvorgang ein geeignetes Kühlschmiermittel verwendet werden, weshalb eine Verformung des Materials durch Überhitzung vermieden werden kann.
Das Fräsen von Kunststoffen sollte mit scharf geschliffenen Fräswerkzeugen erfolgen, welche auf den jeweiligen Kunststoff abgestimmt sind. Dabei lassen sich harte Kunststoffsorten wie PEEK mit einem Hartmetallfräser sicher bearbeiten und durch Schneidwerkzeuge mit speziellen Geometrien kann die Spanabfuhr und Oberflächenqualität verbessert werden.
Ja. Um einen Verzug zu minimieren sollten beim Kunststofffräsen präzise Schneidparameter gewählt und eine gleichmäßige Kühlung gewährleistet sein. Außerdem ist es wichtig, nach dem Fräsen ausreichend Zeit für das Abkühlen und die Entspannung des Materials einzuplanen.
Spannungen können beim Kunststoff Fräsen unerwünschte Störungen verursachen, weshalb das fachgerechte Spannen des Kunststoffteils meist mit einem Vakuumspanner auf einer absolut planen Unterlage erfolgt.
Eine Gratbildung an den Kanten ist beim Kunststoff-Fräsen kaum zu vermeiden, weshalb eine Nachbearbeitung meist unumgänglich ist.
Um das Einatmen schädlicher Staubpartikel zu vermeiden, sollten Anwender über geeignete Absauganlagen und Atemschutz verfügen. Auch sollte das Bauteil sicher eingespannt sein und der Bearbeitungsprozess nur hinter einem sicheren Sichtschutz erfolgen.
Die Kosten für Kunststofffrästeile pro Stück variieren je nach Material, Komplexität des Designs, Größe des Bauteils und Auflagehöhe. Bei einfachen Teilen aus Standardkunststoffen können die Kosten bei wenigen Euro liegen, während komplexe Bauteile aus Hochleistungskunststoffen oder Prototypen mehrere hundert Euro pro Stück kosten können.
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Weiterführende Links zum Thema „Fräsen“
- Messing, Kupfer
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